Der Sassnitzer Hafen

 

Legende zum Hafenplan - entspricht dem Stand zur Mitte der DDR-Zeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: bernd Lohmann

Foto:Hoyer 

 

 

 

Foto:Erler (1971)

 

Leuchtturm

 

Foto:ArchivKapt.Kröger

 

 

Foto:Daniel Schauer

 

Foto:M.L.

 

Foto: Archiv Kröger

 

 

 

 

Wie oft ich am Leuchtturm vorbei auf See oder wieder nach Sassnitz eingelaufen bin, weiß ich nicht mehr,

habe es auch nie gezählt. Als Lehrling habe ich oft am Molenkopf geangelt und so manchen Knurrhahn

oder Barsch gefangen. Die Mole wurde von 1889 bis 1921 gebaut und ist 1450 Meter lang bzw. die längste

Außenmole Europas. Am Molenkopf wurde 1903/1904 wegen der direkten Fährverbindung nach Trelleborg

und des entstehenden Fischereihafens der achteckige sowie 15 Meter hohe Leuchtturm errichtet. (das

Leuchtfeuer sieht man 12 Seemeilen weit) Auch findet man diesen grünen Turm im Stadtwappen der Stadt

Sassnitz wieder. Am Liebsten hatten es die "auslaufenden" Fischer, wenn die Mole voller Urlauber und

Touristen war. Die Urlauber hatten großen Spaß die Fischer auf ihren Kuttern zu beobachten, erfreutenn sich wenn

die Wellen an der Außenmauer der Mole hochaufspritzend sich brechen und die Kutter zu schaukeln begannen.

Ich kann mich aber nicht erinnern, das ich jemals bei solch eisigen Temeraturen die Mole betreten habe.

 

Molenkopf Winter 2015

 

Leuchtturmsockel (Treppe) Winter 2015

 

Winter 2015 (Fotos B.Kiesler)

 

Foto aus "Ostseezeitung" Winter 2015

 

Foto: Dietmar Lau

 

 

Der Leuchtturm im Stadtwappen von Sassnitz (Glasbild im Gebäude ehem. Rat der Stadt Sassnitz)

 

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Ein "Westkutter" liegt  im Sassnitzer Hafen am Grenzkontrollpunkt. Jeder Kutter, der den Hafen verließ,

musste sich dort abmelden, indem ein "Genosse" an Bord kam und die Papiere und Besatzung prüfte.

 

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Baggerarbeiten im Hafenbecken

 

 

Als vor ein paar Jahren das Hafenbecken ausgebaggert wurde, kamen diese ehemaligen Fischkisten aus

DDR-Zeiten ans Tageslicht. Ich kann mich noch sehr gut erinnern: Als wir einmal auslaufen wollten und gerade

den Kontrollposten verlassen hatten, nahm der Maschinist ein Geräusch wahr, das nicht zum Kutter gehörte.

Wir hatten uns doch tatsächlich solch eine Fischkiste mit stählernen Bügel in den Propeller gezogen, die unter

Wasser rumdümpelte. Die Folge war, dass wir den Auslauftermin um einen Tag verschieben mussten, da das

Lagerspiel (Drucklager) am Propeller durch die Werkstatt gemessen werden musste. Ich glaube, ich habe diese

Nacht auf dem Kutter im Hafen verbracht, die Sassnitzer hatten es gut und gingen noch mal nach Hause.

 

 

Ein Kistenbügel - in manchen "Haushalten" noch vorhanden. Unverwüstlich, stabil und aus gutem Stahl!

 

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Blick vom Rügenhotel auf die Betriebs- und Hafenanlagen

 

 

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Foto: Sassnitz Hafenansicht Wittig Archiv Kröger

 

Foto: Archiv Kröger

 

Foto: Archiv Kröger

 

Foto: Archiv Kröger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Lange Juni 2018

Mit dieser Karre haben die Fischer der FPG ihre Kutter gelöscht. Sie fuhren damit die Fisch-

kisten in die Eishalle. 

 

Foto:Gert Erler

 

Foto: Gert Erler

 

Foto: Gert Erler

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Bilder, die es so nicht mehr geben wird....!

 

 

 

Blick vom Rügen-Hotel

 

 

Blick vom Rügen-Hotel

 

 

 

 

 

 

 

Foto:Archiv Kapt.Kröger

 

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Seiten aus einem Heft der Betriebsparteileitung (Archiv Kröger)

 

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Die Ostsee war soo groß,der Nebel zu dicht und der KÜMO aus Stahl!

 

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Winter 2018

 

 

 

 

 

Fotos:Uwe Adams

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Foto:Fotosammlung Gloris

 

Foto: Henry

 

Fischhalle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kutter Narwal auf dem "Abstellgleis"

 

 

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Hafen bei Nacht

 

 

 

 

 

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Der Hafen bekommt seinen "Schlängelweg" zurück....

 

 

 

Nach dem Einlaufen war man über den "Schlängelweg" schnell am Bahnhof oder im

Seemannsheim. Vom Schlängelweg aus hatte man eine gute Sicht über die Hafenanlage

und konnte so den Liegeplatz seines Kutters "erspähen". Da die Kutter den gleichen

Anstrich hatten, montierten sich viele Besatzungen in die Mastspitze ein Zeichen.

 

Die Mastspitze von SAS 312 "Dornhai". SAS 274 "Havel" hatte eine Haifischflosse an der Mastspitze.

Diese "Deko" auf der Mastspitze, war für die Fischer eine Orientierungshilfe auf der Suche nach

"ihren" Kutter.

Der neue Schlängelweg

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Fisch und Eishalle fotografiert am 31.3.1955 von Wolfgang Schnuchel

 

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Die Königslinie

 

1948 wurde der Fährverkehr nach Schweden wieder aufgenommen. Da fuhr die

"Drottning Victoria" noch mit schlanken Schornsteinen.

 

Foto: Fotosammlung Gloris

Foto: Wolfgang Schnuchel

Fähre "Drottning Victoria" vor dem Umbau

 

Foto: Fotosammlung Gloris

Fährschiff "Drottning Victoria" (1906-1968) verlässt den Hafen. Die Fähre wurde 1953 

umgebaut und erhielt zwei dickere Schornsteine

 

 

Aus für die "Königslinie"

 

Wie die Ostseezeitung am 12.4.2020 berichtet, soll nach 111 Jahren die Fährverbindung

nach Schweden eingestellt werden. Eine Tradition , die nur von Kriegen unterbrochen wurde,

soll nun abgewickelt werden. In 111 Jahren wurden Personen und Waren zwischen Sassnitz

und Trelleborg verlässlich befördert.

 

Auf zur letzten Fahrt am 28.4.2020

 

Nach Informationen aus Sassnitz fährt das Fährschiff "Sassnitz" das letzte Mal von Mukran

nach Trelleborg. Es ist wohl organisiert, dass Schiffe aus dem Sassnitzer Hafen die Fähre bei

der Vorbeifahrt begleiten. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, auf dem Balkon (Brücke) von 

Sassnitz sich zu treffen, um zu zeigen, wir sind für die Fährverbindung. 

 

Foto:B.Kiesler

Foto:Gloris

Foto:Gloris

Foto:Gloris

Foto: B.Kiesler

Fähre "Sassnitz" legt zur letzten Fahrt in Mukran ab

 

Foto:B.Kiesler

Vorbeifahrt an Sassnitz

Foto:Gloris

 

Ein kleiner Bericht von Klaus Gloris über die Verabschiedung:

Ich war in Mukran, um dort das letzte Auslaufen der „Sassnitz“ mitzuerleben. Es war ziemlich unspektakulär, nur das Hupen war irgendwie nicht so wie sonst. Einige Zuschauer waren dort, um diesen historischen Moment zu erleben, und alle hatten Eines gemeinsam: Alle hatte einen gewaltigen Kloß im Halse, und das Wasser in den Augen kam auch nicht durch den Wind…

In Sassnitz konnte ich dann noch die offizielle Verabschiedung sehen mit den Feuerlöschbooten und dem Hupen der paar anwesenden Schiffe. Mehr als zwei können es nicht gewesen sein. Man siehst ja den leeren Hafen. Nach dem Drehen einer Pirouette verließ die „Sassnitz“ uns dann. Wir hoffen alle, daß sie eines Tages wiederkommt…

Jetzt liegt sie in dem kleinen schwedischen Hafen Uddevalla.

 

 

 

Videos:B.Kiesler

 

Foto:B.Kiesler

 

Foto:M.Wagner

 

Foto:M.Wagner

 

"Trauer, Tränen, Wut usw."

So erlebten Hunderte Insulaner die

letzte Fahrt der Sassnitz.(OZ v.28.4.20)

Sinkende Passagier und Frachtaufkommen, sind die Gründe die von der Reederei

angegeben wurden und zur Schließung der Linie führte. Die kürzeste Verbindung zwischen 

Deutschland und Schweden ist nun nach 111 Jahren Geschichte.

 

 

 

Neue Hoffnung für Fährverbindung "Königslinie"

 

Für die eingestellte Fährverbindung gibt es neue Hoffnung. Die Reederei "Weiße Flotte"

erwägt, einen Katamaran aus Südspanien an die Ostsee zu verlegen. Die Fähre soll 

zwischen Sassnitz und Ystadt pendeln und so zumindest den touristischen Reiseverkehr

zu bedienen. (31.5.20 NDR1)

 

 

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So stellen sich die Architekten die Neugestaltung

des Sassnitzer Hafens vor:

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Karl-Heinz Voss 6.12.2019

 

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Forschungsschiff im Sassnitzer Hafen

 

 

Die "Solea" ist ein deutsches Fischereiforschungsschiff und kommt in den Seegebieten

der Kleinen Hochseefischerei zum Einsatz.(Ostsse,Nordsee)

Länge 42,74m, Breite 10,00m, Tiefgang 3,80m, Besatzung 14 Personen, 

Wissenschaft 7 Personen, Heimathafen Cuxhaven

 

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Wiederaufnahme der Fährverbindung!

 

 

Im September 2020 soll es endlich wieder los gehen.

 

Mit einem Katamaran - der 676 Passagiere und 210 Autos transportieren kann - wurde eine Lösung gefunden, die weit mehr als Konkurrenzfähigkeit verspricht und die Insel direkt zurück in die 1. Liga katapultiert. Mit 2 ½ Stunden Fahrzeit hängt sie nicht nur die Stena Line - Fährverbindung Rostock - Trelleborg (6-8 Stunden!) und Swinemünde Trelleborg (fast 6 Stunden!) locker ab. Sie birgt auch das Potential um Tagesausflüge nach Südschweden zu ermöglichen. 
 
Das Ziel "Rügen" dürfte dadurch also noch attraktiver für schwedische Fahrgäste werden. Und auch für uns Rüganer und unsere Gäste ist ein Tages-Trip nach Ystad in der ehemaligen Provinz Schonen mehr als attraktiv. Hier sei nur beispielsweise mal Kommissar Kurt Wallander erwähnt, zumal die Krimis auch an diesen "Originalschauplätzen" abgedreht wurden. Auch ergibt sich mit der Schnellfähren Saßnitz - Ystad und Ystad - Rønne sowie Rønne - Saßnitz ein sehr attraktives touristisches Liniendreieck...
 
Was wünschen wir der neuen Fährlinie, die uns Südschweden wieder ein Stück weit näher bringt?
"Allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!"
 

Aus "Inselreport" Das Magazin der Insel Rügen vom 28.6.20 

 

(Anmerkung: Wir sind gespannt über die ersten Fotos dieser Fähre. Besten Dank an Klaus Gloris aus Sassnitz, der uns diesen Beitrag geschickt hat)

 

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